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Wer die Geschichte einer Stadt kennen lernen will, muss auch den Grund und Boden kennen, auf dem sie sich bewegt. Denn von dem, was sich innerhalb eines so begrenzten Raum wie der Frankfurter Altstadt zuträgt, hat wohl meistens nur eine lokale Bedeutung lässt sich aber nur selten von der Örtlichkeit trennen. Die topografische Geschichte der Stadt ist einen Grundlage für die Stadt selber, aber auch für die Geschichte des Reiches und Europas.

Auf Baldemar von Peterweil folgten Kirchner, Bothe, Lersner, Battonn, Böhmer, Fichard, Gwinner, Kirchner, Nahrgang, Krug, Reifenstein, Sage und viele andere Historiker die uns einen Blick auf die topografische Geschichte der Stadt gewähren lassen. Baldemars Beschreibung der Stadt um 1350 gewährt uns einen Blick auf die Stadt, als sie schon eine richtige Stadt war. Historiker wie Battonn im 19. Jahrhundert, oder wie Dietz am Anfang des 20. Jahrhunderts, stand noch ein riesiges Stadtarchiv zu Verfügung welches 1944 zu 60% zerstört wurde.  So bleiben nur noch die Archäologen vom Denkmalamt und die Historiker des Instituts für Stadtgeschichte, oder der Zufall, um die Lücken der Frankfurter Geschichte zu schliessen.

Jeder Schritt den sie in Frankfurt, nicht nur der Altstadt, führt sie über bald 2000 Jahre Geschichte. Kelten, Römer, Franken, Karl der Grosse, Friedrich der II., Kreuzfahrer, Händlergeschlechter, Künstler, Stifter, Kriege und Baumeister haben ihre Spuren unter ihren Füßen gelassen. Scherben, Münzen und Kanonenkugeln, aber auch päpstliche Bleisiegeln und Phallus-Glässer, Gräber, Kirchen, Paläste und Tunneln.

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