Die Geschichte der „Wilhelm Musch Schirn“ (Bildmitte) am Rothen Haus am Markt.

Die Familie Musch stammt aus Florstadt bei Friedberg und ist dort erst ab 1764 gesichert nachweisbar. Der Begründer der Metzgerlinie ist der Philipp Karl Musch der seine Metzgerei im Jahre 1860 eröffnete. Philipp Karl Musch hatte sechs Söhne die alle Metzger wurden. Sein Sohn Philipp war der erste Musch der um 1881 nach Frankfurt ging und im Sandweg 18 eine Metzgerei eröffnete. Bereits im Jahre 1900 zieht er mit seinem Geschäft und Wohnung in den Sandweg 22. Bis zu seinem Tod im Jahre 1934 blieb er, auch als Eigentümer, in dem Haus wohnen. Philipp Musch verstarb kinderlos.

Ca. 1909/10 zog sein Neffe Wilhelm Musch aus Stammheim bei Friedberg, der Sohn von seines Bruders Karl Musch, nach einem Zwischenaufenthalts bei Bad Kreuznach wo er geheiratet hatte, nach Frankfurt. Im selben Jahr übernahm Wilhelm Musch in der Berger Str. 18 die Metzgerei von L. Weilbacher. Wilhelm der wohl geschäftstüchtiger als sein Onkel Philipp war, zog im Jahre 1919 in die Große Sandgasse 10 in der Nähe der Hauptwache und firmierte nun als „Wurstfabrikant“.

Die Wurstfabrik in der Gr. Sandgasse und die Schirn am Markt wurde bei den Luftangriffen im Weltkrieg zerstört. Nach dem Krieg führte Wilhelm Musch sein Geschäft weiter. Die Herstellung erfolgte 1954 in der Sandhöfer Allee 4, 1960 in der Neebstr. 3. Ladengeschäfte hatte Wilhelm in der Schillerstr. 30 und der Hasengasse 1 (beide 1954). Zwischen 1960 bis 1964 wurden die Fabrikation und das Geschäft in der Hasengasse geschlossen.

Bild: Ansichtskarte um 1941

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