Hinterhof am Tuchgaden 9, um 1880

Die Tuchgadern oder die alten Gaden (camera antiquae) kommen unter diesem Namen schon im 14. Jahrhundert vor. Die Gasse führt von dem Markt unter dem Rothhause (dem Hause mit den 3 Säulen Roden huse das uff Suweln stet) nach der Bendergassse, bezw. dem Krautmarkt, wo der sogenannte Schöppenbrunnen steht.

Die Krämer, die in den Gaden (Gewölben) ihre Waaren feil hielten, hiessen die Gader-Leute oder die Tuchgader, d. h. Leinwandhändler. Später wurden die Gaden in Schirnen verwandelt. Das Gässchen weist nur sieben Häuser auf. Das Bild von dem Höfchen eines dieser Häuser, am Tuchgaden No. 9, darf als ein anschauliches Beispiel der alten holzreichen Bauart gelten. Wir sehen den freigelegten Stiegenaufgang, die Holzbekleidung und Verzierung, Geländer etc., wie sie uns altväterlich anmuten.

Quelle: commons.wikimedia.org

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