Der erste jüdischer Drucker Frankfurts Chaim ben David Schachor

In den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts fasste der hebräische Buchdruck auch nördlich Alpen in Böhmen, Polen und Deutschland Fuß. In Prag begründete Gerson ben Salomo Kohen Katz 1512 die Druckerdynastie der Gersoniden. Nach der Wende zum 17. Jahrhundert führte die Bak-Familie die hebräische Drucktradition Prags weiter. In Krakau druckten seit den 1530er Jahren die Gebrüder Helicz – zunächst als Juden und nach ihrer Konversion zum Katholizismus als Christen- hebräische und jiddische Bücher. In Lublin fasste der hebräische Buchdruck um 1560 Fuß. In Augsburg war es Chaim ben David Schachor, der 1533 mit dem Druck des Raschi Kommentars zum Pentateuch einer, wenn auch immer wieder unterbrochene, jüdische Druckertradition legte.

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