Gr. Kornmarkt Nr. 9-11-13

Gr. Kornmarkt Nr. 9-11-13

In der Nr. 9 befindet sich zur Zeit der Aufnahme das „Varieté Walhalla“. Unter verschiedene Namen wie „Varieté Walhalla“, „Femina Bar“ und „Cabaret Clou“ wurde dort seit mindestens 1921 ein Tanzlokal betrieben. Ab 1933 nahmen die Nazis das Lokal wegen den Gästen und der Musik dort ins Visier. Trotz aller Probleme und mit Besitzerwechsel konnte der Betrieb bis 41/42 aufrecht gehalten werden.

In der Nr. 11 befindet sich zur Zeit der Aufnahme der „Uhren und Goldwarenhändler H. Hegemer“. Bei H. Hegemer dürfte sich um einen Nachfahren von Johannes Hegemer (Uhrmachermeister) handeln, der sein Geschäft 1865 von Bornheim nach Frankfurt verlegte und 1872 verstarb.

Die wichtigsten Chroniken Frankfurts

„Antiquitates quaedam civitatis et potissimum ecclesiae Francfordensis“ (Zeitraum Anfänge der Stadt bis 1576)

um 1562 in Latein von Johannes Steinmetz genannt Latomus, katholischer Geistlicher (*1524 in Frankfurt/M – † 1598 ebenda)

„Acta aliquot vetustiora in civitate Francofurtensi“ (Zeitraum Anfänge der Stadt bis 1524)

um 1582 in Latein von Johannes Steinmetz genannt Latomus, katholischer Geistlicher (*1524 in Frankfurt/M – †1598 ebenda)

Während die „Antiquitates“ nur für Mitglieder des Bartholomäusstift bestimmt waren, sollten die „Acta“ weiteren Kreisen dienen. Sie fanden schnelle Verbreitung und wurden, weil der Verfasser bei den Protestanten keinen Anstoß erregen wollte, mit der Reformation abgebrochen. Latomus hat zusammengetragen, was er in alten Geschichtswerken fand und was ihm aus dem Archiv seines Stiftes mitteilenswert erschien. Vgl.: Grotefend, H.: Quellen zur Frankfurter Geschichte. Bd. 1, Chroniken des Mittelalters (bearbeitet von R. Froning) Frankfurt a. M. 1884 (Sign.: FG 12/1 b), Die beiden Frankfurter Chroniken des Johannes Latomus und ihre Quellen Froning, Richard. (1882) – In: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst Ser. NF, Bd. 8 (1882) S. 233-318.

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Frankfurter Chroniken von 1706 bis 1918

Achilles August von Lersner
Achilles August von Lersner

Gebhard Florian, Achilles August von Lersner: “Der Weit-berühmten Freyen Reichs-, Wahl- und Handels-Stadt Franckfurt am Mayn Chronica : Oder Ordentliche Beschreibung der Stadt Franckfurt“. 2 Bände, Frankfurt am Main 1706–1734
Band 1  Band 2

Fertig lesen: Frankfurter Chroniken von 1706 bis 1918

Frankfurter Peinliche Halsgerichtsordnung

Im Folgenden soll kurz das spätmittelalterliche Frankfurter Peinliche Halsgerichtsordnung dargestellt werden.

Auszüge aus den Waldgesetze um Frankfurt an der Grenze vom Mittelalter zur Neuzeit:

Auf das Schälen und Beschädigen der Bäume war in den Waldgesetzten der hohen Mark folgende Strafe gesetzt: „Es soll niemand Bäume schelen, wer es thut , dem soll man seinen Nabel aus seinem Bauch schneiden, und ihn mit demselben an den Baum nächlen und denselben Baumscheler um den Baum führen, so lang biß ihm seine Gedärme alle aus dem Bauch gewonnen sind.“

Nicht ganz so streng sind die Gesetze in der Dreieich: „Wo man eynen Drucker begriffe oder einen Hokkenjäger, dem sall man yglichen die rechte Hand abslahen, einem lauser den rechten Daumen, und waz in synem Huß were, unter den Schiffbalkenn daz sall eines Forstmeisters syn.“

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Fertig lesen: Frankfurter Peinliche Halsgerichtsordnung

Kaufhaus Wronker Zeil

Kaufhaus Wronker war die populäre Bezeichnung für die Warenhäuser der Hermann Wronker AG. „Flaggschiff“ des Unternehmens war das berühmte, 1944 durch britische Luftangriffe zerstörte Warenhaus auf der Zeil in Frankfurt am Main.

 

Quelle: wikipedia.de
Quelle: wikipedia.de

Das 1891 eröffnete Frankfurter Stammhaus in der Zeil 14/16 wurde 1896 um das Haus Hasengasse 15 und 17 erweitert. 1897 brannte das Gebäude vollständig ab. Der Neubau erfolgte auf dem Grundstück Zeil 97. 1908 und 1909 wurde das Kaufhaus Wronker auf den Grundstücken Zeil 101–105 und Holzgraben 6–10 erweitert, so dass eine 80 Meter breite Straßenfront im damals modernen Reformstil entstand. Es war damit das größte Warenhaus der Stadt. 1926 erfolgte mit der Eingliederung der Zeil 99 eine letzte Erweiterung.

Quelle: wikipedia.de
Quelle: wikipedia.de

 

Quelle: wikipedia.de
Quelle: wikipedia.de

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude weitgehend zerstört. Lediglich Reste der Rückseite (zum Holzgraben) sind heute noch erhalten. Das Gebäude wurde nach dem Wiederaufbau durch die Warenhaus-Kette DeFaKa (Deutsches Familienkaufhaus) genutzt.

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Frankfurter Handelswege

Nach Lerner, Franz: Frankfurt im Netz der Handelsstraßen, in: Brücke zwischen den Völkern – Zur Geschichte der Frankfurter Messe Band 2, Historisches Museum Frankfurt, Frankfurt, 1991, ISBN 3892820198, Seite 103-107

Vgl. dazu: Dietz, Alexander: Frankfurter Handelsgeschichte, Unveränderter Nachdruck der Ausgabe Frankfurt/Main 1925, Verlag Detlev Auvermann KG, Glashütten im Taunus, 1970

Handelswege

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1b3_RIc1FT2RdIh2OplyDb8262Ig

 

 

 

Veranstaltungen im Karmeliterkloster August 2016

Sa, 06.08.2016, 15.00 Uhr
Führung: Von Bettelmönchen, Stiftern und Klostermauern
Führungen zu Archäologie und Geschichte von Karmeliterkirche und -kloster
Referentin: Silke Wustmann M. A.
Treffpunkt: Archäologisches Museum, Foyer
Veranstalter: Archäologisches Museum
Dauer: 90 Minuten
Kosten: 7 €, ermäßigt 3,50 €

So, 21.08.2016, 15.00 Uhr
Führung: Jörg Ratgeb (um 1480-1526). Die Wandbilder im Karmeliterkloster
Führung zu historischen und kunsthistorischen Aspekten der Wandgemälde
Referentin: Sabine Mannel M. A.
Treffpunkt: Karmeliterkloster, Foyer
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte
Dauer: 90 Minuten
Eintritt: 6 €, ermäßigt 3 €

Mo, 22.08.2016, 18.00 Uhr
Vortrag: Bomben – Bagger – Bauen, Planung und Entwicklung im Frankfurter Städtebau nach 1945
Begleitprogramm zur Ausstellung „Schauplätze. Frankfurt in den 50er Jahren“
Referentin: Dr. Almut Gehebe-Gernhardt, Frankfurt am Main
Ort: Karmeliterkloster, Dormitorium
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte
Eintritt: 4 €, ermäßigt 3 €

Sa, 27.08.2016, 15.00 Uhr
Kuratorenführung: Renate Sautermeister. Farbsuggestionen
Führung: Birgitta Amalia Gonser
Treffpunkt: Karmeliterkloster, Foyer
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte
Dauer: 60 Minuten
Eintritt: Button Museumsuferfest (7 €)

Sa, 27.08.2016, 17.00 Uhr
Kuratorenführung: Schauplätze. Frankfurt in den 50er Jahren
Referent: Tobias Picard M. A.
Treffpunkt: Karmeliterkloster, Dormitorium
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte
Dauer: 60 Minuten
Eintritt: Button Museumsuferfest (7 €)

So, 28.08.2016, 17.00 Uhr
Kuratorenführung: Schauplätze. Frankfurt in den 50er Jahren
Referent: Dr. Michael Fleiter
Treffpunkt: Karmeliterkloster, Dormitorium
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte
Dauer: 60 Minuten
Eintritt: Button Museumsuferfest (7 €)

Die Veränderungen in Merians Vogeschaupläne von Frankfurt.

1. Ausgabe 1628

Unten Links in der Kapsel die Jahreszahl: MDCXXVIII (1628) und unten Rechts 1628 in deutschen Ziffern.

1628
1628

2. Ausgabe 1636
Bastionen sind fertig!

Unten Links in der Kapsel und unten Rechts ist die Jahreszahl gegen 1632 ausgetauscht. Kapsel Links leicht versetzt.
Windrose neben das Fischerfeld versetzt.
Statt des überbauten Brückenturms sind die beiden Mühlen getrennt.

1636
1636

3. Ausgabe 1682

Die drei Inseln oberhalb der Brücke sind jetzt zusammengezogen und eine Schanze darauf angelegt.
Die Schrift unterhalb des Affentors ist heraus poliert

Originalschrift (1628) lautet:

„Matthäus Merianus Basileensis, Civis et Calcographus
Francofurtensis mensus est , delineauit expressit, cae-
lauit, iurisq publici fecit, Anno
1628.“

Veränderung:

„Matthäus Merianus Basileensis, Civis et
Calcographus Francofurtensis mensus est, delineauit ex-
pressit caelauit iurisq publici.“

Die Insel am Schneidwall ist durch geradlinige Böschung abgeschanzt und mit Palisaden besetzt, ferner fehlt an dem langen Haus auf derselben das kleine Quergebäude. Schrift Mühle fehlt und ein kleines, schlecht gestochenes, Häuschen.
Das Galgentor ist hinein gesetzt nebst der Brücke.
Die Mauer an der schönen Aussicht ist angelegt.
Die Katharinenkirche ist heraus poliert und neu eingesetzt.
Der Turm auf der Barfüßerkirche ist her auspoliert und neu eingesetzt.
Das überbaute Tor auf der alten Brücke ist her auspoliert und statt dessen sind die beiden Brückenmühlen hineingesetzt.
Die kleine Mühle oberhalb der Brücke auf dem Wehr fehlt.
Das rothe Haus auf der Zeil ist hineingestochen.
Die Spitze des Turms am Schaumaintor fehlt.
Das Wehr bei Sachsenhausen mit der Mühle ist hineingestochen.
Das Zeughaus und die Gebäude im Rahmhof sind hineingestochen.

Ca. 1680
Ca. 1680

4. Ausgabe ungefähr 1761
Der alte Darmstädter Hof ist her auspoliert und der neue hineingesetzt.
Der Bau am Waisenhaus ist hineingestochen.
Die Katharinenpforte fehlt.
Die alte Hauptwache ist her auspoliert und die neue hineingesetzt.
Der römische Kaiser ist neu.
Die Jassoy Apotheke auf der Allerheiligengasse/Tanzplan (Lit. B242/Allerheiligengasse 78) ist neu.
Die Schiffsmühlen auf dem Main sind neu.
Die beiden Häuser neben dem rothen Haus nach der Hauptwache hin neu.

Ca. 1770
Ca. 1770

5. Ausgabe ungefähr 1766
Der Brückenturm Sachsenhausen fehlt.
Die Bornheimerpforte fehlte.
Der Gang von dem Versorgungshaus nach dem Waisenhaus ist neu.
Das rothe Haus ist wegpoliert und das neue ist eingefügt.
Die Bastionen vor dem Affentor links fehlen.
Rings um die Wälle sind Bäume eingestochen.
Die Namen und Schrift nebst Jahreszahl fehlt ganz.
Die Befestigung am Schaumaintor ist erneut geändert.

Große Darstellungen der Karten: 1628, 1636, 1680, 1770

Quellen:

Reiffenstein, Carl Theodor: Ueber den ursprünglichen Stich und die allmählingen Abänderungen der Platten des Merian´schen Plans der Stadt Frankfurt a. M.,
in: Frankfurter Verein für Geschichte und Landeskunde (Hrsg.): Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst (AFGK) Band 5, Frankfurt, 1853, Seite 125 – 131

Gwinner, Dr. Ph. Friedrich: Kunst und Künstler in Frankfurt am Main vom dreizehnten Jahrhundert bis zur Eröffnung des Städel´schen Kunstinstitut, Verlag Joseph Baer, Frankfurt, 1862, Seite 150 – 155

Alle Angaben ohne Gewähr. Beitrag wird ständig überarbeitet. Stand: 2.7.2016