1864 Delkeskamp

Delkeskamps Malerischem Plan von Frankfurt am Main 1864
Friedrich Wilhelm Delkeskamp (* 20. September 1794 in  Bielefeld; gestorben 5. August 1872 in Frankfurt-Bockenheim) war ein Sohn des  Buchbinders Friedrich Adolf Delkeskamp und dessen Ehefrau Maria  Elisabeth Sauermann. Schon als Jugendlicher wollte er Maler werden, doch musste er unter dem Einfluss seiner Mutter das Buchbinder-Handwerk bei  seinem Vater lernen. Nach dem Tod seiner Mutter (1812) nahm er  Unterricht bei dem Bielefelder Maler und Zeichenlehrer Ludwig Wahrens.
1822 kam er auf Vermittlung seines Bruders, der bereits seit 1810 als  Kaufmann in Frankfurt am Main ansässig war, ebenfalls nach Frankfurt, wo er sich für einige Jahre niederließ. Unter dem 12. Februar 1823  verwahrt das Frankfurter Stadtarchiv das €žGesuch von F. W. Delkeskamp,  “Maler und Kupferstecher im Landschaftlichen und Architektonischen Fach  um Genehmigung der Unterrichtserteilung unter Beilage eines Kupferstichs des Römerberges”. Seine “€žAnsicht des Römerbergs mit der Nikolaikirche  zu Frankfurt a. M” war €ždem Hohen Senat des freien Stadt Frankfurt gewidmet, woraufhin ihm die Senatoren die beantragte  Unterrichtserlaubnis gewährten und dem Künstler überdies am 15. Dezember 1823 20 Conventions-Thaler zukommen ließen.

Seit 1823 entstand im Anschluss an die Vorgabe von Elisabeth von  Adlerflycht das von Friedrich Wilmans verlegte berühmte Rheinpanorama  von 1825, das den wachsenden Bedarf des Tourismus an orientierenden  Illustrationen bediente.
1825 bis 1830 lebte Delkeskamp in der Schweiz. Hier entstand das  Malerische Relief des klassischen Bodens der Schweiz. 1830 kehrte er  wieder nach Frankfurt zurück, wo er bis zu seinem Tod blieb.
Am 25. Juli 1831 heiratete er als 37-jähriger in der Katharinenkirche  die Frankfurter Bürgerstochter Elise Heerdt, Schwester des Malers Johann Christian Heerdt. Gleichzeitig erwarb er das Frankfurter Bürgerrecht.  Mit seiner Frau hatte er vier Söhne, vier weitere Kinder verstarben  früh. Die Familie wohnte zunächst in der Großen Friedberger Gasse,  später in einem fast dörflichen, einstöckigen Haus in der heutigen  Brönnerstraße. Hier war auch der Sitz seines Verlags, den er gegründet  hatte, um seine Werke in eigener Regie gewinnbringender vertreiben zu  können.
Während der Sommermonate war er gewöhnlich auf Reisen, den Winter  verbrachte er zuhause in Frankfurt. Allein für sein Hauptwerk, das  Malerische Relief der Schweizer- und angrenzenden Alpen, fertigte er  über 800 Skizzen an, oft unter sehr gefährlichen Bedingungen. Das Werk  blieb unvollendet, da er die hohen Kosten der Drucklegung nicht  aufbringen konnte und sich die Auflage nicht wie erwartet verkaufte.
Eine Kopie des Planes kann im Historischen Museum Frankfurt erworben werden.