Der erste jüdischer Drucker Frankfurts Chaim ben David Schachor

In den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts fasste der hebräische Buchdruck auch nördlich Alpen in Böhmen, Polen und Deutschland Fuß. In Prag begründete Gerson ben Salomo Kohen Katz 1512 die Druckerdynastie der Gersoniden. Nach der Wende zum 17. Jahrhundert führte die Bak-Familie die hebräische Drucktradition Prags weiter. In Krakau druckten seit den 1530er Jahren die Gebrüder Helicz – zunächst als Juden und nach ihrer Konversion zum Katholizismus als Christen- hebräische und jiddische Bücher. In Lublin fasste der hebräische Buchdruck um 1560 Fuß. In Augsburg war es Chaim ben David Schachor, der 1533 mit dem Druck des Raschi Kommentars zum Pentateuch einer, wenn auch immer wieder unterbrochene, jüdische Druckertradition legte.

„Der erste jüdischer Drucker Frankfurts Chaim ben David Schachor“ weiterlesen

Die Anfänge des Buchdrucks zu Höchst am Main.

1 Einleitung

Die Einführung der Buchdruckerkunst in das kurmainzerische Höchst erfolgte nach der vorliegende Literatur im Jahr 1599. Der erste Drucker der uns in der Literatur1 genannt wird ist der Buchdrucker Balthasar Lipp aus Mainz und endet bereits um das Jahr 1662, als die Druckerei dem Nikolaus Heyl dem Jüngeren gehörte. Die Geschichte von Höchst als Stadt der Buchdruckkunst war nur kurz und die Liste der Bücher oder sonstiges Druckwerk ist noch kürzer. Ob es an der Lage von Höchst zwischen den Druckzentren Frankfurt und Mainz lag, den Wirren des 30 Jährigen Krieges oder das Unvermögen der Besitzer, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit klären. Wahrscheinlich war es eine Mischung von vielen Gründen, das der Buchdruck in Höchst keine Blüte erreichte. Erst um das Jahre 1768 unter Kurfürst Emmerich Joseph von Mainz und dem Zuzugs der Tabakfabrik der Bolongaros erneut eine Druckerei erstand.

„Die Anfänge des Buchdrucks zu Höchst am Main.“ weiterlesen